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Was ist die Schufa ?
 

Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz SCHUFA genannt, ist eine Gemeinschaftseinrichtung von Wirtschaftsunternehmen, die ihren Kunden Geld- oder Warenkredite einräumen. Ziel der SCHUFA ist es, ihre Vertragspartner vor Kreditausfällen zu schützen.

In Deutschland gibt es acht regional tätige SCHUFA-Gesellschaften die  Daten speichern und verarbeiten. Diese Daten übermitteln sie als sogenannte SCHUFA-Auskünfte auf Anfrage an ihre Vertragspartner. Mit Hilfe aktueller SCHUFA-Auskünfte können die Vertragspartner die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden besser beurteilen und rationeller über deren Kreditwünsche entscheiden.

Vertragspartner der SCHUFA im europäischen Binnenmarkt sind vor allem Banken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Kreditkarten- und Leasinggesellschaften, Einzelhandels-, Versandhandels- und Telekommunikationsunternehmen.

Die selbständigen SCHUFA-Gesellschaften haben sich zur Vereinigung der deutschen Schutzgemeinschaften für allgemeine Kreditsicherung e.V., BUNDES-SCHUFA, zusammengeschlossen.

Die Finanz- und Kreditdaten von 55 Millionen Bundesbürgern sind in den Computern der Schufa gespeichert. 2000 lag der Umsatz der SCHUFA bei rund 100 Millionen Mark. Mehr als 65 Millionen Mal hat die Schufa Auskunft gegeben und dafür im Schnitt pro Anfrage 0,77 Euro (1,50 DM) kassiert.

 

Welche Daten werden gespeichert ?

Wenn Sie ein neues Girokonto eröffnen, einen Ratenkredit aufnehmen oder einen PKW leasen, müssen Sie die so genannte SCHUFA-Klausel unterschreiben. Durch diese Klausel willigen Sie zur Auskunft und Weitergabe Ihrer Daten an die Schufa ein. Das heißt, die Schufa erhält Auskünfte von Ihrem Vertragspartner und dieser von der Schufa über Sie. 

Was meldet der Vertragspartner? Welche Daten speichert die SCHUFA?

Zwischen Vertragspartner (Bank, Mobilfunkanbieter) und Schufa  wird ein Vertrag geschlossen, in dem das A-Verfahren oder das B-Verfahren vereinbart wird. Das A-Verfahren berechtigt zur uneingeschränkten Auskunft und verpflichtet den Vertragspartner zur uneingeschränkten Meldung. Das B-Verfahren berechtigt dazu, Auskünfte zu erhalten, die ausschließlich Informationen über nichtvertragsgemäßes Verhalten beinhalten und verpflichtet auch nur zu Meldungen hierüber.

Außerdem holt sich die Schufa Daten aus öffentlichen Verzeichnissen, dem Bundesanzeiger und erfährt so unter anderem von eidesstattlichen Versicherungen und Privat-Konkursen.

personenbezogene Daten Name
Anschrift (PLZ, Ort, Straße, Hausnummer)
mehrere frühere Anschriften (In- und Ausland)
Geburtsdatum
Geburtsort
Finanzdaten Eröffnung von Girokonten
Kreditkartenverträge 
Ratenkredite, Teilzahlungskredite und Autokredite bis zur Höhe von 250.000 Euro
Hypothekendarlehen (Antrag, Nichtzustandekommen, Aufstockung ...)
Handy-Verträge (je nach Anbieter)
Mobilien-Leasingverträge / Mietkaufverträge bis zur Höhe von 250.000 Euro
Bürgschaften
Vertragsabwicklung Einziehung einer Kreditkarte wegen missbräuchlicher Verwendung durch den rechtmäßigen Karteninhaber,
Kündigung eines Girokontos wegen missbräuchlicher Nutzung,
Lohnpfändung aufgrund eines gerichtlichen Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses,
Beantragter Mahnbescheid bei unbestrittener Forderung
Negativ-Merkmale negatives Zahlungsverhalten (Verzug etc.)
geplatzte Schecks
Kartenmissbrauch
Mahnverfahren
Vollstreckungsbescheide
eidesstattliche Versicherungen
Haftbefehle zur Erzwingung der Eidesstattlichen Versicherung
Privat-Konkurse
Informationen über nicht vertragsgemäße Abwicklung von Geschäften

Nicht gespeichert werden private Daten wie Vermögensverhältnisse, Einkommenssituation, der ausgeübte Beruf, Anschrift des Arbeitgebers und Familienstand.

Aus all diesen Informationen ermittelt die Schufa Ihren Score.

Wann werden alte Daten wieder gelöscht?

Sachverhalt Löschung
Girokonten sofort nach Kündigung
Kreditkarten sofort nach Kündigung
Handyverträge sofort nach Kündigung
Bürgschaften sofort nach Kündigung
Eigenauskunft  1 Jahr
Ratenkredite 3 Jahre nach Rückzahlung. 
Auf Antrag des Verbrauchers löscht die SCHUFA Daten über ordnungsgemäß abgewickelte Kredite sofort nach vollständiger Rückzahlung.
Baufinanzierungen 3 Jahre nach Rückzahlung.
Auf Antrag des Verbrauchers löscht die SCHUFA Daten über ordnungsgemäß abgewickelte Kredite sofort nach vollständiger Rückzahlung.
Mahnbescheide am Ende des 3. Jahres, nach Tilgung aller Forderungen
Mahnbescheide am Ende des 3. Jahres, nach Tilgung aller Forderungen
Verspätete Ratenzahlungen am Ende des 3. Jahres, nach Tilgung aller Forderungen
Vollstreckungen am Ende des 3. Jahres, nach Tilgung aller Forderungen
Eidesstattliche Versicherungen am Ende des 3. Jahres, nach Tilgung aller Forderungen
Nicht Vertragsgemäßes Verhalten 
bei Girokonten
am Ende des 3. Jahres
Nicht Vertragsgemäßes Verhalten 
bei Kreditkarten
am Ende des 3. Jahres
Nicht Vertragsgemäßes Verhalten 
bei Mobilfunkverträgen
am Ende des 3. Jahres
Nicht Vertragsgemäßes Verhalten 
bei Mobilienleasing
am Ende des 5. Jahres
Nicht Vertragsgemäßes Verhalten 
bei Kreditverträgen
am Ende des 5. Jahres
Insolvenzen am Ende des 5. Kalenderjahres nach Eintragung
Alles andere am Ende des 5. Kalenderjahres nach Eintragung

Gerade bei den Löschungen treten häufig Fehler im Datenbestand der Schufa auf. Die Schufa selbst räumt ein, dass es aufgrund der Datenmenge zu Verzögerungen kommen kann. Aus diesem Grund raten wir Ihnen vor größeren finanziellen Entscheidungen, wie z.B. die Beantragung eines Ratenkredites oder eines Autokredites, sich eine Eigenauskunft einzuholen


 

                             

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